Pons, Brigitte

Brigitte Pons

Brigitte Pons wurde 1967 geboren. Sie lebt in Mörfelden-Walldorf in Hessen und ist Mitglieder der „Mörderischen Schwestern“. Lesungen vor Publikum liebt sie fast so sehr, wie das Schreiben selbst. Bisher wurden mehr als ein Dutzend ihrer Kurzgeschichten und Texte veröffentlicht. Über ihre Art zu Schreiben sagt sie: „Emotionen sind der Dünger meiner Phantasie – und Worte ihre Früchte“.

Veröffentlichungen beim Testudoverlag

Mini-Testudo Band 16        Sommerhitze

Brigitte Pons antwortet…

Seit wann schreiben Sie?

Seit ich schreiben kann. Verstärkt seit etwa zehn und wirklich intensiv in den letzten vier Jahren. Zuerst wollte ich nur ein noch als Teenager angefangenes Projekt zu Ende bringen, aber dann jagte eine Idee die nächste und ich konnte und kann nicht mehr aufhören.

Woher bekommen Sie Ihre Schreibideen?

Wenn ich das immer so genau wüsste … Manchmal ist es eine Liedzeile die mich inspiriert, ein Bericht im Fernsehen oder der Zeitung, ein Gespräch – und manchmal muss es wohl die berühmte Muse sein, die mich eiskalt erwischt und an die Tastatur zwingt. Dort staune ich dann selbst und frage mich: wie bist du denn auf so was gekommen?

Was für Geschichten schreiben Sie am liebsten?

Geschichten, in denen ich komplett eintauchen kann, die mich mitreißen, eine Eigendynamik entwickeln, starke Emotionen freisetzen. Dabei spielt es nicht unbedingt eine Rolle, ob es eine Kurzgeschichte oder ein Roman ist. Auch das Genre ist nicht entscheidend. Eine reine Bauchsache.

Wieviel Stunden am Tag schreiben Sie?

Wenn ich kann ganz viele. Aber da es täglich variiert, kann ich es schwer in einer Zahl ausdrücken. Laptop und Notizblock sind immer einsatzbereit. Bei größeren Projekten verbraucht natürlich auch die Recherche viel Zeit.

Welche Ihrer Personen ist Ihnen besonders ans Herz gewachsen?

„Su“ die Hauptfigur aus einem noch unveröffentlichten Roman. Das ist jetzt nicht besonders werbewirksam – aber die Wahrheit. Wobei ich mich immer ein bisschen verliebe in meine Protagonisten – egal ob sie Helden, Loser, Lover oder Mörder sind …

Welches war Ihr Lieblingsbuch als Kind/ Jugendlicher?

Die Abenteuer-Bücher von Enid Blyton.

Wie heißt Ihr Lieblingsautor?

Ich kann mich nicht auf einen speziellen Autor festlegen. Natürlich liebe ich Agatha Christie und Tolkien – aber das ist schon fast langweilig. Gibt es jemand, der die beiden nicht liebt? Ich mag Salinger und Hemingway, aber auch Rita Mae Brown und Federica de Cesco.

Ihr Lieblingsgedicht/ Spruch?

„Emotionen sind der Dünger meiner Phantasie und Worte ihre Früchte“©

„Ein Genie ohne Ziel vergeudet seine Kraft“, sagt meine Romanfigur Tobias Stockmann (Krimi: „Ich bin ein Mörder“ erscheint im Oktober im Sutton-Verlag)

Haben Sie schon einen Wettbewerb gewonnen?

Ich warte stündlich darauf  …

Bisher habe ich einen zweiten Platz bei einer Krimi-Anthologie-Auschreibung zu vermelden und – wenn man das mitzählen kann – das Erreichen der Endrunde als eine von vier Kandidatinnen für die Stadtschreiberstelle in Otterndorf.

Welchen Tipp geben Sie Nachwuchsautoren?

Geduldig sein und hartnäckig. Immer an sich arbeiten und nie aufhören an sich zu glauben. Den Spaß am Schreiben nicht vergessen und eine Absage nicht als persönliche Schmach empfinden. Den eigenen Anspruch – vor allem den an sich selbst – hoch halten, ohne dabei abzuheben und den Blick für die Realität zu verlieren. Keiner fängt mit dem Nobelpreis an.