Kuhlmeyer, Anne

Anne Kuhlmeyer

Anne Kerstin Kuhlmeyer, geb. 1961, studierte Medizin in Leipzig und lebt seit 1994 mit ihrer Familie in Coesfeld. Nach der Facharztausbildung Anästhesiologie, betrieb sie 12 Jahre eine Praxis für Anästhesie, Schmerztherapie und Psychotherapie. Heute ist sie ausschließlich psychotherapeutisch mit dem Schwerpunkt Psychotraumatologie tätig. Über das Schreiben sagt sie: „Es war ein Geschenk, die Worte entdeckt zu haben, weil es so viele Geschichten gibt, die erzählt werden wollen.“

Veröffentlichungen beim Testudoverlag

Mini-Testudo Band 9            Illusionen

Anne Kuhlmeyer antwortet…

Seit wann schreiben Sie?

Na ja, seit ich sieben bin, mehr oder weniger flüssig, wie die meisten Menschen, die das Schulsystem durchlaufen haben. Ernsthafter lerne ich das Schreiben seit ca. 8 Jahren und bin längst nicht fertig damit.

Woher bekommen Sie Ihre Schreibideen?

Grundlage sind Umstände, reale Geschichten, Menschen, an denen meine Gedanken eine Weile haften, Konflikte, die ich für bedeutsam genug halte, ihnen erzählend Ausdruck zu geben.

Was für Geschichten schreiben Sie am liebsten?

Spannende.

Wieviel Stunden am Tag schreiben Sie?

Das ist sehr unterschiedlich, je nachdem, wie es meine beruflichenAufgaben zulassen. Wenn ich an einem Buch , können das aber einige sein, drei bis fünf an Wochentagen, acht, zehn an Wochenenden. Nicht immer kommen dabei viele Seiten heraus. Insgesamt nimmt das Schreiben einen großen Raum in meinem Leben ein.

Welche Ihrer Personen ist Ihnen besonders ans Herz gewachsen?

Ach, das kann ich gar nicht so sagen. Ich hab sie alle ein bisschen lieb. Das muss man auch, andernfalls strafen sie einen und werden platt und leblos.

Welches war Ihr Lieblingsbuch als Kind/ Jugendlicher?

Ehrlich gesagt, hab ich als Kind kaum gelesen. Dieses Schicksal ereilte mich erst mit etwa siebzehn und trieb mich quer durch den Bücherschrank meiner Eltern. Stendal, Zola, Moravia und Camus waren die ersten …

Wie heißt Ihr Lieblingsautor?

Den gibt es nicht, abhängig von der Lebensphase waren das unterschiedliche. Zuletzt habe ich eine Reihe von ausgezeichneten Kriminalromanen gelesen von Peter Temple, Ross Thomas, Zoë Beck, Frank Göhre. Eingefallen ist mir wieder Robert Merle. In „Der Tod ist mein Beruf“ muss ich noch einmal reinschauen.

Ihr Lieblingsgedicht/ Spruch?

„Sich fürs Nicht-Handeln zu entscheiden, ist keine echte Wahl. Nicht-Handeln ist Nicht-Leben.“ Moshe Feldenkrais

Haben Sie schon einen Wettbewerb gewonnen?

Bisher noch nicht. Ich arbeite daran.

Welchen Tipp geben Sie Nachwuchsautoren?

Weitermachen! Nie entmutigen lassen. Kritisch sein mit dem eigenen Text, aber so respektvoll, dass er eine Chance bekommt. Lesen. Neugierig sein.  Handwerk lernen. Es als Möglichkeit, nicht als Dogma schätzen.  Erzählen, nicht schwatzen. Kompromisslos sein und, ach ja, weitermachen …