Edelmann, Gitta

Gitta Edelmann

Gitta Edelmann wurde in Offenburg geboren und lebte in Rio de Janeiro, Freiburg und Edinburgh, bevor sie sich mit ihrem Mann und vier Kindern in Bonn niederließ.

Sie schreibt für Erwachsene und Kinder, besonders gerne Kurzkrimis und pfiffige Detektivgeschichten. Außerdem leitet sie Schreibworkshops für alle Altersgruppen und liebt Lesungen, bei denen sie direkten Kontakt zu ihrem Publikum knüpfen kann.

Gitta Edelmann war mehrfach für Kurzkrimipreise nominiert und gewann 2007 den Krefelder Krimipreis. Sie ist Mitglied der „Mörderischen Schwestern“, im „Syndikat“ und im VS (Verband deutscher Schriftsteller).

Veröffentlichungen beim Testudoverlag

Mini-Testudo Band 15      Keines natürlichen Todes

Gitta Edelmann antwortet:

Seit wann schreiben Sie?

Ich habe eigentlich immer geschrieben, mein erstes Buch habe ich sogar selbst illustriert und mit einem roten Schleifenband gebunden, da war ich in der 4. Klasse. Einen Beruf habe ich aus dem Schreiben aber erst 2004 gemacht.

Woher bekommen Sie Ihre Schreibideen?

Meistens weiß ich das gar nicht – sie sind einfach da. Manchmal regt mich etwas an, was ich gelesen habe. Und relativ oft habe ich die Ideen tatsächlich im Traum!

Was für Geschichten schreiben Sie am liebsten?

Ich schreibe gerne Überraschendes. Meistens sind das entweder lustige Geschichten für Kinder oder Krimis. Festlegen möchte ich mich aber nicht – das Schöne am Schreiben ist ja, dass man alles machen kann, was man will…

Wie viele Stunden am Tag schreiben Sie?

Das ist unterschiedlich. Ich sitze aber ca. 3-4 Stunden täglich am Schreibtisch, normalerweise morgens, wenn Mann und Kinder aus dem Haus sind. Zum Leben als Autorin gehört ja neben dem Schreiben auch eine ganze Menge anderer Dinge von Recherche bis zu Verlagsverhandlungen oder Lesungsvorbereitungen. Außerdem arbeite ich manchmal auch als Lektorin und Herausgeberin. In intensiven Schreibphasen schreibe ich aber tatsächlich meine 4 Stunden am Stück, und wenn es klappt, sogar noch mehr.

Welche Ihrer Personen ist Ihnen besonders ans Herz gewachsen?

Ganz besonders mag ich meine Kindergeschichten-Figuren: Emma und Paul aus „Weltreise London – Die Meisterdetektive“ und Käpt’n Kaotikus, seinen Steuermann Schluribur, Schiffskater und Papagei aus den „Chaospiraten“.

Welches war Ihr Lieblingsbuch als Kind/ Jugendlicher?

Das hat schon als Kind fast wöchentlich gewechselt, weil ich immer so viel gelesen habe. „Die kleine Hexe“ und „Das kleine Gespenst“ von Otfried Preußler waren aber auf jeden Fall ganz oben auf der Liste. Und die Lurchi-Bücher!

Mit 12 bin ich dann zur Erwachsenenliteratur übergegangen und habe mit besonderem Vergnügen Agatha Christies und Dorothy Sayers’ Krimis gelesen.

Wie heißt Ihr Lieblingsautor?

So etwas habe ich nicht. Ich liebe englische Klassiker von Shakespeare über Austen bis Dickens, amüsiere mich derzeit besonders gerne über P.G. Wodehouses Romane, habe einige englische und schottische Krimiautoren, von denen ich begeistert bin und lese natürlich sehr gerne Bücher von meinen Kolleginnen und Kollegen hier aus Deutschland, von denen ich viele persönlich kenne. Da gibt es ganz ausgezeichnete Romane und Kurzgeschichten.

Ihr Lieblingsgedicht/ Spruch?

Schwierig. Ich lese nämlich sehr gerne Gedichte und schreibe auch selbst welche, vor allem Kindergedichte, z.B.:

Weh-Zeh

ABCDEFG – Gestern stieß ich mich am Zeh.

HIJKLMN – Heut hab ich Probleme, denn

OPQRSTU – der Fuß passt nicht mehr in den Schuh.

VWX – da hilft nix.

Y und Z – ich bleibe heut im Bett!

Bei Sprüchen hab ich eine Vorliebe für die Weisheiten des Kölschen Grundgesetzes:

Et kütt wie et kütt (es kommt wie es kommt)!

Et is wie et is (es ist wie es ist)! und

Et het noch immer jot  jejange (es ist noch immer gut gegangen)!

Haben Sie schon einen Wettbewerb gewonnen?

Ja. 2007 gewann ich den Krefelder Kurzkrimipreis, 2009 war ich ebenfalls nominiert. Außerdem war ich 2009 für den Odenwälder Kurzkrimipreis nominiert. 2011 gewann ich das Krimi-Stipendium „Tatort Töwerland“ und erreichte mit „Weltreise London – Die Meisterdetektive“ den 5. Platz beim „Blauen Karfunkel“, dem Sherlock-Holmes-Preis.

Welchen Tipp geben Sie Nachwuchsautoren?

Viel lesen, viel schreiben und immer weiter lernen. Ratgeber, Schreibworkshops und Austausch mit anderen Schreibenden (es gibt einige Möglichkeiten über das Internet) helfen nicht nur, Aufbau und Stil zu verbessern, sondern tun auch dem Selbstverständnis und der Entwicklung als Schreibende(r) gut.